Der gesunde Darm - ein Thema das uns alle betrifft

 

Unser Darm besteht aus zwei Teilen, die zusammengehören und sich gegenseitig beeinflussen:

  • das Organ "Darm" (mit Dünndarm und Dickdarm) und der
  • ihm innewohnenden Darmflora (die Darmflora meint alle Darmbakterien und Mikroorganismen die auf der Darmschleimhaut leben. Das können nützliche Bakterien, schädliche Bakterien, Krankheitserreger oder auch Pilze sein. Die Darmflora ist auch unter dem Namen Mikrobiom oder als sogenannte Mikrobiota bekannt)

 

Wäre unser Darm glattgebügelt, wäre er um die 100 qm groß und hätte somit die Größe einer schönen 4-Zimmer-Wohnung. Er bietet Unterkunft für Billionen von Bakterien.

Desto vielfältiger der Bakterien-Artenreichtum in unserem Darm ist, desto gesünder sind wir in der Regel, oft auch bis ins hohe Alter.

Man kann das mit einer Stadt vergleichen: In dieser schönen Stadt gibt es Musiker, Maler, Lehrer, Schornsteinfeger, Heilpraktiker, Bildhauer, Blumenhändler, Schauspieler usw. Ein buntes Treiben, mit jeder Menge Möglichkeiten. Mit jeder "Misere" können eine oder auch mehrere Berufsgruppen aussterben. Sie können sich auf die Dauer das traurige Stadtbild vorstellen...

Mit einer Misere ist in diesem Fall gemeint:

  • einige Medikamente, wie z.B. jede Antibiotikaeinnahme
  • falsche Ernährung
  • chronischer Stress
  • chronischer Bewegungsmangel

Wobei Medikamente und ungesunde Ernährung in den meisten Fällen höher zählen.

Über die Medikamente wissen inzwischen viele Bescheid: ein Antibiotikum vernichtet alle Bakterien im Körper und so auch die auf der Darmschleimhaut, so dass die Darmgesundheit immens leidet.

Bei der heutigen Ernährung des Menschen leiden unsere Darmbakterien oftmals Hunger. Die Lebensmittel sind häufig hochverarbeitet, kalorienreich und industriell gefertigt. Sie enthalten oft zu wenig Ballaststoffe, zuviel Zucker und ungünstige Fette. Das führt auf Dauer zu einer Fehlbesiedlung des Darms und kann eines Tages Ursache für gesundheitliche Beschwerden sein, wie

  • Durchfälle
  • generelle Probleme mit der Verdauung
  • Blähungen
  • Verstopfung
  • Bauchschmerzen
  • Übergewicht
  • machmal kommt es sogar im weiteren Verlauf zu krankhaften Veränderungen des Darms
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten nehmen zu (nicht zu verwechseln mit Allergien)

Natürlich gibt es auch essensbedingte Ursachen, dass man mal zu Blähungen neigt (auch kurzzeitige Bauchschmerzen können hier vorkommen), wenn man zum Beispiel Bohnen, rohe Zwiebeln oder Kohl gegessen hat. Diese Beschwerden sind zeitlich eingeschränkt, auf ein Essen bezogen und die meine ich auch nicht.

Was kann unsere Darmgesundheit noch schwächen?

  • Keime, die Durchfälle auslösen (Kolibakterien, Salmonellen: können zu sehr starken Durchfällen führen, verschiedene Viren)
  • Kummer oder Stress können die Darmtätigkeit verlangsamen
  • Schwangerschaft (aufgrund der hormonellen Umstellung ist der Darm entspannter und evtl. träger)
  • Reise oder Ortswechsel führen oft zu zeitweiliger Verstopfung
  • "fremde" Lebensmittel können zu Durchfällen, Blähungen oder auch zur Verstopfung führen
  • Flüssigkeitsmangel
  • Allergien
  • zu schnelles Essen
  • zu fette und üppige Mahlzeiten können den Darm überfordern

Wodurch können wir unseren Darm und damit auch unsere Gesundheit stärken?

  • gesunde Ernährung
  • angemessene Bewegung
  • Antibiotikaeinnahmen auf das Nötigste beschränken und Probiotika dazu und danach noch weiter einnehmen
  • Stressbewältigung (Zeit nehmen, Ruhezeiten in den Tag einbauen, sich Massagen gönnen, Bauch massieren, ein Buch lesen)
  • 1- 2 l am Tag trinken (zum Beispiel Wasser oder Kräutertees)
  • Darmreinigung
  • Darmsanierung
  • Bitterstoffe einnehmen

 

Bakterien und andere Mikroorganismen bilden das Immunsystem in unserem Darm. An ihm liegt es u. a. wie es um unsere Gesundheit bestellt ist. Desto gesünder unsere Darmflora, desto wohler und leistungsfähiger fühlen wir uns in unserem Körper. Leidet die Verdauung, leidet auch der Körper.

 

Wie arbeitet der Darm?

Das Essen kommt (vorausgesetzt der Mensch kaut gut) als Brei in den Magen. Hier wird die Nahrung erstmal durch die Säure des Magens desinfiziert und verschiedene Keime und Mikroorganismen abgetötet.

Portionsweise wird die Nahrung vom Magen in den Dünndarm geschoben und es kommen verschiedene Verdauungsenzyme dazu, damit der Nahrungsbrei weiter aufgespalten werden kann. Im Dünndarm werden die meisten Nährstoffe (u.a. auch bestimmte Vitamine) aufgenommen.

Hat der Speisebrei den Dünndarm passiert, geht es weiter zum Dickdarm. Der Dickdarm ist das Zentrum der Bakterien. Hier wohnen Billionen nützliche Bakterien und diese beginnen die übrig gebliebenen Ballaststoffe aus der Nahrung zu verwerten.

Sie brauchen die Ballaststoffe um sich selbst zu ernähren. Die Stoffwechselprodukte die sie ausscheiden brauchen wir, damit unser Körper einen  gesunden Stoffwechsel aufrechterhalten kann. Diese Stoffe sind zum Teil lebensnotwendig für unsere Gesundheit. Sie stärken unseren ganzen Körper.

Weiterhin produziert unser Darm ca. 95% unseres Glückshormons Serotonin.

Besteht eine Erkrankung des Darms, wie z.B. eine Entzündung (typische Krankheiten sind hier: Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa), können viele gesundheitliche Probleme in Folge entstehen. Darmgesundheit ist ein Thema, dass in viele verschiedene Krankheiten mit hineinspielt.

  • Mineralstoff- und Vitamindefizite (Haarausfall, Infektanfälligkeit)
  • Symptome der Schilddrüse
  • Blut im Stuhl
  • chronische Durchfälle
  • gestörte Leberfunktion (Entgiftungsproblematiken, unreine Haut, Ansammlung von "Schadstoffen im Organismus"
  • Neurodermitis (der Darm spielt hier besonders oft eine große Rolle)
  • unzureichende Hormonbildung und "Hormonabfallentsorgung (Depressionen, Östrogendominanz)
  • ungenügende Galleproduktion (dadurch schlechte Fettverdauung, fettlösliche Vitamine werden nur teilweise nutzbar für den Organismus)

 

Wie kann ich Ihnen helfen, damit Ihr Darm wieder gesund wird und wie kann eine Behandlung bzw. Therapie aussehen?

Nach der Schilderung Ihrer Symptome und Ihres Eßverhaltens ist es oft sehr von Vorteil einen Darmcheck zu machen. Dafür schicken wir Stuhl in ein Labor, damit ich mir ein Bild von der Darmflora und der Darmschleimhaut machen kann.

Anhand dieser Diagnostik wird dann u. a. auch deutlich ob eine gesunde Darmflora, eine gestörte Darmflora oder auch eine Entzündung der Darmschleimhaut vorliegt. Liegt eine Entzündung vor, so kann die Darmwand immer durchlässiger werden, so daß die Darmbarriere nicht mehr alle Toxine und ungünstigen Bakterien abhalten kann. Diese können dann ungehindert in den Organismus wandern.

Wenn wir wissen, ob Sie an einer entzündlichen Darmerkrankung leiden oder ob lediglich einige Darmbakterien in ihrer Anzahl verschoben sind, können folgende Therapien zum Einsatz kommen:

  • Umstellungsempfehlungen der Ernährung meistens über einige Wochen, manchmal auch Monate (evtl. ballaststoffreiche Lebensmittel, basische Produkte oder auch einfach für Sie gesunde Lebensmittel),
  • homöopathische Mittel aus der klassischen Homöopathie oder aus der Komplex-Homöopathie
  • gleichermaßen Bewegung als auch Entspannung in den Tag einbauen
  • regelmäßige bzw. tägliche Bauchmassagen mit Tinkturen oder Salben
  • Zuführung von Probiotika (aufeinander abgestimmte Darmbakterien)
  • Darmsanierung
  • Darmreinigung
  • Nahrungsergänzungsmittel (bei Mangelerscheinungen)
  • aus der Kräuterkunde: der Gesundheit zuträgliche Tee´s oder Tropfen
  • evtl. mehr Trinken
  • bei Blähungen (Tee oder Gewürze)


Wenn Sie weitere Informationen bezüglich des Darms, der Darmgesundheit oder einer Darmsanierung benötigen, dann rufen Sie mich gerne an oder schreiben Sie mir.

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