Leiden Sie auch unter Beschwerden wie z.B.

 

  • Müdigkeit, Schlappheit
  • abnehmende Leistungsfähigkeit
  • Verstopfung
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • trockene Haut
  • Gewichtszunahme ohne Veränderung der Essgewohnheiten
  • Depressionen und Antriebsschwäche
  • Wassereinlagerungen (Schwellungen)
  • langsames Denken
  • verlangsamter Stoffwechsel
  • sozialer Rückzug
  • geringe Libido
  • Schluckbeschwerden
  • Stimmungsschwankungen
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • vergrößerte Schilddrüse: Kropf
  • erhöhter Cholesterinspiegel

oder:

  • Schlafstörungen
  • Nervosität
  • Gewichtsabnahme
  • Unruhe
  • erhöhte Darmtätigkeit, Durchfall
  • Gereiztheit
  • Weinerlichkeit
  • vermehrtes Schwitzen
  • das Herz schlägt schneller
  • bei Frauen Zyklusstörungen
  • Hand- und Fußschweiß
  • Herzrasen
  • "inneres" Zittern
  • Vorhofflimmern
  • beschleunigter Stoffwechsel?

Dann könnten Sie an einer Schilddrüsenunterfunktion (auch: Hypothyreose) oder Schilddrüsenüberfunktion (auch: Hyperthyreose) leiden.

 

Eine Behandlung bzw. Untersuchung der Schilddrüse sollte in Erwägung gezogen werden, wenn u.a. einige der nachstehende Beschwerden bzw. Symptome vorliegen:

  • Burn-Out
  • Depressionen
  • generelle Erschöpfung
  • Gewichtszunahme oder -abnahme ohne erkennbaren Grund
  • erhöhtes Schlafbedürfnis
  • vermehrtem Haarausfall
  • Bluthochdruck
  • Probleme während einer Schwangerschaft
  • Abnahme der Libido
  • Autoimmunerkrankungen wie Morbus Basedow, Hashimoto Thyreoiditis
  • wenn als Therapie Medikamente für die Schilddrüse eingenommen werden, sich aber keine Besserung der Symptome einstellt


Die Schilddrüse ist ein kleines Organ, und ihre Gesundheit und gute Funktion sind von großer Wichtigkeit für den Menschen. Sie sieht aus wie ein Schmetterling und wiegt nur ca. 20g. Sie liegt vor der Luftröhre und produziert für uns lebenswichtige Hormone.

Durch bestimmte Lebensumstände kann die Schildrüse aus dem Gleichgewicht geraten. Dabei kann eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) oder eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) entstehen.

 

Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle, ob die Schilddrüse ihrer Aufgabe entsprechend nachkommen kann, u.a.

  • ausgewogene Ernährung
  • gutes Gleichgewicht im Säure-Basenhaushalt
  • gesunder Darm
  • gesunde Leber
  • eine gut funktionierende Nebenniere mit ihrem Hormon Cortisol
  • genügend Jod
  • die Geschlechtshormone stehen in einem gesunden Verhältnis zueinander
  • richtige Steuerung durch das Gehirn (Hypothalamus und Hypophyse)

 

An welchen Funktionen ist die Schilddrüse beispielsweise beteiligt?

  • Stresstoleranz und -verarbeitungsmöglichkeiten des Körpers
  • grundsätzliche Motivation im Alltag
  • Gewicht
  • Fettverbrennung
  • Zeugungsfähigkeit
  • Entgiftung
  • an der Verdauung
  • am Knochenstoffwechsel
  • sie reguliert unsere Körpertemperatur
  • Wachstum
  • Leberfunktion
  • an dem hormonellen Gleichgewicht, u.a. der Geschlechtshormone

 

Welche Symptome können auftreten, wenn die Schilddrüse aus dem Gleichgewicht gerät?

Ist die Schilddrüse nicht mehr in der Lage der Hormonproduktion in der gewünschten Menge nachzukommen, spricht man von einer Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) bzw. von einer Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion). Je nachdem ob sie zuwenig oder zuviel Schilddrüsenhormone ins Blut abgibt. Selbst wenn die Laborwerte innerhalb der Parameter liegen, können schon Symptome auftreten.

 

Welche Ursachen können bei Betroffenen zu einer Unterfunktion oder Überfunktion der Schilddrüse führen?

  • unausgewogene Ernährung
  • Umweltgifte
  • erhöhter Stress
  • Jodmangel
  • Missbrauch bei der Einnahme von (Schilddrüsen-) Medikamenten
  • Autoimmunerkrankung
  • Störungen im Leberstoffwechsel
  • Schwangerschaft
  • Nebennierenschwäche / Nebennierenerschöpfung
  • autonome Adenome (Teile der Schilddrüse produzieren mehr Hormone als der Körper benötigt) - auch: heiße Knoten
  • Xenohormone - sind keine Hormone, benehmen sich aber so. Der Körper erkennt den Unterschied nicht, und der Hormonhaushalt kann ganz schön durcheinander geraten
  • ein Ungleichgewicht der Geschlechtshormone
  • Probleme des Hypothalamus oder der Hypophyse als "Steuerungszentrale" der Hormone
  • Resistenz der Rezeptoren gegen Schilddrüsenhormone

 

Welche Formen der Therapien sind möglich?

Die Schilddrüsenhormone stehen in Wechselwirkungen zu anderen Hormonen und lassen sich daher nicht losgelöst von ihnen (Geschlechts- und Nebennierenrindenhormone) betrachten.

Es muss nicht immer eine operativer Eingriff vorgenommen werden.

Die Ursachen für eine Überfunktion oder eine Unterfunktion schaue ich immer individuell im "Gesamtpaket Mensch" an. Daraus ergeben sich dann Ansätze für die Therapie. In meiner Praxis biete ich eine ganzheitliche Behandlung an aus den Gebieten:

  • Homöopathie
  • Kräuterkunde
  • bioidentische Hormone
  • Mikronährstoffe
  • Ernährung
  • Lebensführung

Um eine geeignete Therapie beginnen zu können, müssen Sie eine Blutuntersuchung durchführen lassen. Ich brauche Ihren TSH-Wert und die Werte
T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin).

 

Nachfolgend Infomationen für alle, die noch Genaueres zu diesem Thema wissen möchten:

 

Wie können wir uns die Arbeitsweise der Schildrüsenhormone vorstellen?

Stellen wir uns einen Kreislauf vor: Im Blut werden die Hormone durch Rezeptoren gemessen und die Messergebnisse werden an den Hypothalamus im Gehirn gesendet.

Sind die Werte nicht zufriedenstellend müssen sie umgehend angeglichen werden. Der Hypothalamus als „Chef“ gibt seinem „Abteilungsleiter“ der Hypophyse Bescheid, das der Wert im Blut nicht zufriedenstellend ist. Ist der Wert beispielsweise zu niedrig, gibt der Abteilungsleiter der Schilddrüse durch das Hormon TSH Bescheid, die Hormone T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin) verstärkt zu produzieren.

Ist die Konzentration der Hormone im Blut zu hoch, stellt die Hypophyse die TSH-Abgabe ein, und die Schilddrüse erhält keinen weiteren Befehl T3 und T4 zu produzieren und stellt die Produktion ein.

Wieder nehmen die Rezeptoren eine Messung vor und so schließt sich der Kreis.

 

Noch eine Information zu den Schilddrüsenhormonen:

T4 ist die inaktive Form des Schilddrüsenhormons. Bei Bedarf wird es in die aktive Form T3 umgewandelt.

Mehr als 90% der Schilddrüsenhormone liegen als T4 vor und müssen erst umgewandelt werden, bevor der Körper sie nutzen kann. Über die Hälfte der Umwandlung erledigt die Leber bei einem gesunden Menschen, einen kleineren Teil der Darm und das restliche T4 wird im peripheren Gewebe (Herz, Muskeln, Nerven) umgewandelt.

 

Sonderfälle von Schilddrüsenerkrankungen: Kretinismus, Hashimoto-Thyreoiditis und Morbus Basedow

Auch Kinder können schon mit einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion ins Leben starten. Diese Krankheit heißt Kretinismus und ist zum Glück sehr selten. Auch hier finden sich viele Symptome einer Unterfunktion. Betroffene Kinder sollten medizinisch so schnell wie möglich medikamentös (in der Regel mit Thyroxin) behandelt werden, damit der Organismus und insbesodere das Gehirn sich normal bilden und entwickeln kann.


Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine sehr häufige Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung die auch unter dem Namen "Autoimmunthyreoiditis" bekannt ist.

Autoimmunerkrankung bedeutet, dass der Körper körpereigenes Gewebe irrtümlich als "Feind" betrachtet und es bekämpft. In diesem Fall bekämpft das Immunsystem die hormonproduzierenden Schilddrüsenzellen und löst so eine Entzündung der Schilddrüse (Thyreoiditis) aus.

Wird eine Schilddrüsenzelle zerstört, entweichen alle in ihr gespeicherten Hormone auf einmal, was zu einer Überflutung von Schilddrüsenhormonen im Blut und zu den Symptomen einer Überfunktion führt .

Desto mehr Gewebe betroffen und zerstört ist, umso weniger Schilddrüsenhormone können gebildet werden und umso mehr Symptome einer Unterfunktion zeigen sich im Laufe der Zeit.

Durch die Zerstörung der Zellen und der zeitweisen Überflutung durch die Schilddrüsenhormone kann ein Patient innerhalb eines Tages Symptome und Beschwerden einer Überfunktion und einer Unterfunktion aufweisen.

Das macht die Diagnose der Krankheit und die Behandlung des Patienten bisweilen etwas schwierig.

Die Erkrankung schreitet typischerweise langsam fort und kann über Jahre unauffällig und für Patienten unmerklich verlaufen. Letztendlich entwickelt sich aber oftmals eine nicht reversible Schilddrüsenunterfunktion, bei der den Patienten nur noch mit Medikamenten geholfen werden kann.

Die Symptome können wie beschrieben die einer Hypothyreose oder einer Hyperthyreose sein und sich je nach Stadium der Erkrankung sehr stark von einander unterscheiden.

Frauen sind deutlich gefährdeter als Männer.

Als mögliche Ursachen für diese Schilddrüsenerkrankung kommen infrage:

  • chron. Infekte und Entzündungen
  • genetische Veranlagung der Betroffenen
  • Schwangerschaft
  • Stress
  • Umweltgifte
  • Vitamin D-Mangel
  • hohe Jodgaben
  • Insulinresistenz
  • Estradiol-Dominanz
  • Gluten-Intoleranz

Bei der Diagnose der Hashimoto Erkrankung werden Antikörper gegen die Schilddrüse im Blut bestimmt: TG-AK (Thyreoglobulin-Antikörper) und die TPO-AK (Thyreoperoxidase-Antikörper auch MAK genannt).

Zudem ist eine Untersuchung mit Ultraschall hilfreich.

 

Morbus Basedow

Genau wie bei der Schilddrüsenerkrankung des Hashimoto handelt es sich beim Morbus Basedow auch um eine Autoimmunerkrankung.

Oftmals treten hier eine Schilddrüsenüberfunktion, ein Kropf (Struma) und Exophthalmus (hervortretende Augen) auf.

Ist das Struma ausgeprägt können sich Schluckbeschwerden, Engegefühl am Hals und Luftnot unter Belastung bemerkbar machen. Auch hier sind eher Frauen als Männer betroffen.

Ursache der Krankheit:

Jede gesunde Schilddrüsenzelle des Körpers hat Rezeptoren für das Hormon TSH. Dockt TSH an die Zelle an, werden die Hormone T3 und T4 ausgeschüttet.

Beim Morbus Basedow bildet das Immunsystem Antikörper gegen die Rezeptoren an der Schilddrüsenzelle (sogenannte TRAK´s).

Die TRAK´s sind als TSH "verkleidet" und die Schilddrüsenzelle kann den Unterschied nicht erkennen.

Die TRAK´s agieren völlig losgelöst vom Hypothalamus. Sie orientieren sich nicht am Bedarf des Körpers und sind vom Organismus nicht zu steuern.

Sie setzen sich auf die Rezeptoren die für das TSH vorgesehen sind und signalisieren der Schilddrüse Hormone abzugeben

Die Schilddrüsenzelle erkennt den als TSH verkleideten Antikörper (TRAK) nicht und versteht fälschlicherweise das sie Schilddrüsenhormone abgeben soll.

Sie produziert und produziert und gibt ab und da es keinen Befehl gibt damit wieder aufzuhören, kommt der Mensch über kurz oder lang in eine Überfunktion.

 Mögliche Ursachen sind:

  • Stress
  • Umweltgifte (Rauchen)
  • chron. Infekte und Entzündungen
  • genetischer Defekt des Immunsystems
  • hohe Jodgaben - (jodhaltige Röntgenkontrastmittel)

Im Verlauf der Erkrankung kommt es i. d. R. durch die ständige Überfunktion zu einer Überforderung und dann zu einer Erschöpfung der Schilddrüse, die schlussendlich meist zu einer Schilddrüsenunterfunktion führt.

Durch die Behandlung mit Medikamenten gelingt es bei einem geringen Teil der Erkrankten zeitweise oder auch konstant ein Nachlassen der Symptome zu erreichen.

 

Welche Untersuchungsmethoden zur Diagnostik der Schilddrüse gibt es?

  • Palpatation der Schilddrüse (abtasten)
  • Nachweis der Laborparameter der Schildrüsenhormone im Blutserum
  • Gentest für eine best. Form des Schilddrüsenkrebses
  • Jodbestimmung im Urin

 

weitere Therapieoptionen durch den Arzt sind, je nach Krankheitsbild:

  • Medikamente
  • Schilddrüsenoperation
  • Radiojod Behandlung
  • der Arzt kann bildgebende Verfahren wie Szintigrafie und Ultraschall (Sonografie) nutzen 

 

 

 

 

 

 

 

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